Ausflug nach Dublin

Heute war zwar noch Sturm, aber der Regen hatte aufgehört. Also Ausflug mit der Schnellbahn (Dart) von Hoth nach Dublin (30 Min., 2 Personen Hin- und Rück 12,30)

Dublin ist die Hauptstadt der Republik Irland mit ca. 0,5 Mio Einw., mit Vorstädten über 1 Mio. Sie liegt im Osten an derMündung des Flusses Liffey, der Dublin teilt, wobei zahlreiche Brücken für Verbindung sorgen. Dublin verändert sich schnell. Aufgrund des Bevölkerungsanteils von 50% Personen unter 25 Jahre ist Dublin eine quirrlige Stadt.

Die Innenstadt erhält ihre Struktur durch das Kreuz aus dem Fluß liffey und der Hauptachse O´Connel Street mit der Verlängerung Grafton Street (Fußgängerzone).

Wir hatten uns zunächst darauf konzentriert und sind vom Haltepunkt Tara Street der Schnellbahn vorbei am Trinity College hierher gelaufen. Viel Verkehr und man tut gut daran, nur bei Grün die Fußgängerüberwege zu nutzen. In der Grafton Street waren dann alle namhaften Firmen mit ihren Boutiken vertreten. Vorbei am St. Stephen´s Green führte uns der weg zum Nationalmuseum (Tolle Kuppel von Innen besichtigt) sowie vorbei am Leinster House (Regierungssitz) zur Nationalbibliothek. Hier durften wir einen Blick in den geriebenen Leseraum werfen und erfrischten uns in der Kantine mit Kaffe und Tee. Das Grün und die Blumen pracht Im St. Stephen`s Green war anschließend erfrischend für die Seele.

Für die Mittagspause hatten wir uns das Temple Bar Vvvviertel mit seiner alten Bebauung aufgehoben. In der berühmten Temple bar war quirrliges Leben und es gab lecker Essen und ein erfrischendes Guinness.

Das hat uns natürlich Durst auf ein weiteres Guinness gemacht. Einheimische hatten uns schon gesagt, das der Besuch der Brauerei ein Highlight wäre. Also nix wie los auf den relativ langen Fußwegvorbei an der Christ Church und der Dublinia Kirche.

Man kann sich nicht vorstellen, wie viele Menschen den Weg dahin finden. Ein gewaltiges Entertainment Center -genannt Guinness Storehouse empfing uns. Nach Bezahlen von 2 Senioren karten ! (36 Euro) wurden wir in das Himmelreich hinein gelassen. Unter einer großen gläsernen Kuppel ging es spiralförmig Etage für Etage höherund uns wurde der Herstellungsprozess von Guiness mit zahlreichen Animationen und Ausstellungsstücken nahe gebracht. Der Himmel war dann im 7. Stock in der Grafity Bar, mit herrlichem Ausblick über Dublin und einem Freigetränk Guiness. Das hat gemundet und die quirrlige Athmosphäre unter hunderten von Leuten ist nicht zu beschreiben.

Zurück zur Bahnstation gings zum annehmbaren Preis (15 Euro) per Taxi. Das Dublin nun ausgesprochen teuer sein soll, können wir nicht bestätigen. Es kommt sicherlich darauf an, was man dort macht und Luxus-Restaurants besuchen wir eh nicht.

Dies war rundherum ein gelungener Hafentag.

Respect the water

Respect the Water
Das steht auf einem Aufkleber der RNLI (Royal National Lifeboat Institution) der bei mir am Fernglashalter klebt. In Abwandlung dessen sagen wir: RESPECT THE IRISH SEA.

Die Irische See zeigt einem bereits bei 4-5 Bft die Zähne. Bei unserer Fahrt am Dienstag von der Isle of Man nach Ardglass über 33 sm hatten wir einen Halbwinder von 4-5 Bft . Es gab aber eine erstaunliche Dünung von 2,5 m und ca. 20m Distanz zwischen den Wellenhochs (Art Atlantikdünung) überlagert von einer konfusen Windsee. Wind und Welle waren glücklicherweise im Gleichklang parallel zum Schiff. So segelten wir unter Groß und Fock munter auf den Wellenbergen entlang, bis wir in das nächste Wellental sausten, oder auf dem Wellenberg die Gischt am Waschbord des Cockpits entlang gurgelte. Das Steckschott sicherheitshalber eingesteckt, machten wir gute Fahrt und erreichten nach 5-6 h Ardglass. Tricky hier die relativ schmale Einfahrt zwischen den Felsen und nach Passieren der Fischereihafeneinfahrt im Bogen um einen Wellenbrecher herum dann der Yachthafen. Ein feines Clubhouse und sogar das Büro zum Einchecken war noch geöffnet.
Wir haben übrigens bisher auf unserer ganzen Fahrt immer ein warmes WELLCOME genossen.
Der Yachtsport hat hier ein ganz anderes Gewicht und speziell Ausländern (von denen wir auf unserem Törn wenige sahen) und dann noch mit kleinem Boot wird Anerkennung ausgedrückt.

Wir hatten eigentlich vor in Ardglass einen Hafentag einzulegen – auch weil der ort nett sein sollte. Nach Ausschlafen und etwas späten Frühstück brachte uns jedoch der von der Wetterwelt GmbH abgerufene Wetterbericht in die Realität zurück.
By the Way: Der Service von Wetterwelt ist fantastisch und die Vorhersagen trafen fast immer genau ein. Also wer ein Smartphone besitzt sollte sich diesen Dienst (App SEAMAN) mal ansehen. Sehr gut ist die Möglichkeit „Streckenwetter zu machen“ und so nicht nur die punktuellen Verhältnisse sondern auch die Veränderungen während der Route angezeigt zu bekommen. Desweiteren wird nicht nur der „Normalwind“ sondern auch „Böenstärke“ angezeigt und die beträgt hier manchmal bis zum Doppelten der Normalstärke.

Gestern war die letzte Möglichkeit Boden nach Süden gut zu machen . Die folgenden Tage versprachen Starkwind. So lange wollten wir dann doch nicht in Ardglass verbleiben.
Planänderung – Schiff klariert und gegen 11:00 nach Howth/Dublin ausgelaufen. Diesmal mit etwas weniger Dünung (1,5m) und Wind 4-5 raum. Groß und Fock standen gut, rasche Fahrt aber bei wiederum konfuser Windsee.
Für das zu durchquerende Seegebiet sei noch eine Besonderheit angemerkt: KEIN TIDESTROM , im ganzen Bereich Slack. Lediglich 10-15 sm vor Howth setzte für uns praktischerweise wieder mitlaufender Strom ein. Strom gegen Wind möchten wir hier auch nicht unbedingt erleben.

Bereits 20:30 erreichten wir Howth, einen großen Yachthafen für Dublin (a la Kiel Schilksee). Die Einfahrt zum Yachhafen verbirgt sich hinter der kleinen Insel Irelands Eye.
Mit uns zusammen lief eine Gruppe von Yachten ein, die sich scheinbar bei einer Feierabendregatta ausgetobt hatten. Der Howth Yachtclub veranstaltet regelmäßig Clubregatten. Fast jeden Abend ist hier etwas los. Hier wird auch das älteste „keelboot class racing of the world“ regelmäßig 2mal die Woche mit 17S Yachts ausgetragen. Designed here in 1897 !!!

Es stand heute Nacht bei jaulenden Masten und viel Geklapper leider Schwell in den Hafen, so das Fender und Leinengequietsche eine unruhige Nacht bereiteten.

Heute werden wir hier zunächst die Örtlichkeit erkunden. Der Yachthafen liegt am Howth Head, einem landschaftlich schönen Hochplateau mit Klippenpfad, Leuchtturm von Bailey, Howth Abbey usw. Vermutlich morgen steht als Highlight natürlich auch der Besuch von Dublin an – mit Schnellbahn (Dart) von hier gut erreichbar.

Der beste Hafen zur Halbzeit

Hier auf Man haben wir Halbzeit unserer Reise. Seit unserem Start in Bremerhaven am 20. Mai sind wir bis zur Ankunft auf Man 37 Tage unterwegs. Auch haben wir mit 1100 sm die Hälfte unseres Törns abgesegelt.

Das haben wir gestern abend im „Creek Inn“ mit Guiniss, Whisky und Manx Kippers (Gebratene Heringe) angemessen gefeiert und in Gedanken etliche Begebenheiten unserer Reise Revue passieren lassen……….

Die Insel Man stand zunächst gar nicht auf unserem Reiseplan – wir wollten auf der Irischen Seite bleiben. Aber jetzt haben wir hier in Peel den bisher schönsten Hafen unserer Reise gefunden. Der Hafen, in einem Flusslauf, schmiegt sich an eine grüne Halbinsel mit Burg, in dem durch ein Docktor zum Hafen umgewandelten Flußdelta ist ein buntes Treiben von Fischereifahrzeugen, Yachten und unzähligen Kleinbooten.. Auf der anderen Seite steigt der ort mit bunten Häusern den Hügel hinauf. Ein tolles Panorama, emsiges Treiben und immer was zu schauen.

Die Insel Man hat einen etwas kuriosen Status. Sie gehört nicht zum vereinigten Königreich, ist somit auch nicht Teil der EU , sondern autonomer Kronbesitz. Die Insel ist bekannt als Steueroase sowie für das Motorradrennen „Isle of Man TT“ Ca. 85 Tsd Einwohner leben auf einer Fläche von 21 mal 37 km. Eine Besonderheit sollte noch erwähnt werden. Ab dem 8. Jahrhundert war die Insel Man ein Außenposten der Wikinger und bis zum 13. Jahrhundert Teil des norwegischen Königreiches der Hebriden (Königreich der Inseln). Die Bewohner bezeichnen sich und ihre Insel als „Manx“.

Wer mehr wissen möchte wird sicherlich u.a. auf Wikipedia fündig.

Ntürlich haben wir auf der Insel eine Gastlandflagge für Swantje erstanden. Die flattert jetzt unter der Saling.