Wall Dancer

Heute Nacht bei dem Sturm war es nach 2 Tagen unbeschwerten Liegens an unserer Wall dann doch etwas ungemütlich. Immerhin kachelten Böen mit 30 kn durch den Hafen.
Weil wir hier ein Tidenhub von 4m haben und lange Leinen fahren, damir sich das Boot bei Niedrigwasser nicht aufhängt, ist natürlich ziemlich viel Bewegung im Boot. Zu viel bei diesen Böen. Vorne hatten wir schon ein Reitgewicht (Steine im Einkaufsbeutel) an die Vorleine gebunden und auch das Fenderbrett war extrem nützlich. Aber alles ungenügend im Sturm. Swantje tanzte und schlängerte vor der Wall und wenn der Buganker einmal die Wall berührte, gab es ein hässliches Knirschen. Dazu das Jaulen des Windes und lautstark prasselnder Regen.
Am schlimmsten war es ca. 01:00 bei HW als Swantje nicht mehr so geschützt lag und Schwell in den Hafen ging.
Da half nix mehr: Ich habe mir alle Stunde den Wecker gestellt um die Leinen zu regulieren und das Schwoien von Swantje zu verringern.
Um ca. 04:00 war Swantje endlich wieder genügend Abgesackt ich konnte genug Leine stecken und endlich erholsamen Schlaf finden.
Beim Einschlafen dachte ich an die Teilnehmer der Regatta Helgoland -Edinburgh. Wie wird es denen da draußen bei bis zu 45 kn Wind (wie Meno Schrader, Wetterwelt beim Breefing prognostizierte) wohl ergehen?
Außerdem dachte ich mit Schrecken daran, das unsere Vorleine brechen könnte.. Dabei dämmerte ich ein. Gert und ich haben heute morgen gleich eine 2. ausgebracht.
Das Schlimmste ist jetzt vorbei. Das Tief ist durch, wie eindrucksvoll der Barograf zeigt.
Mal sehen ob wir heute noch 2 große. Kugelfender erwerben können. Die werden auch im weiteren Verlauf der Reise nützlich sein.

Autor: Sailing-Rainer

Langzeittörns in Nord- und Ostsee mit Sy Swantje (EMKA 29 HT) Gern auch einhand

4 Kommentare zu „Wall Dancer“

  1. Das Tief hatten wir auch erlebt – auf der anderen Seite in Breeskens, 2 Hafentage abgewartet. Allerdings wesentlich gemütlicher am Schwimmsteg.
    Wünsche Euch eine schöne und sichere Weiterfahrt!
    Ernest

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  2. Hallo ihr Beide, Abenteuer und raue Stunden kann man nicht nur auf See sondern auch im Hafen erleben. Eigentlich könnte man darauf verzichten.Ich habe euch nicht beneidet
    Die Edinburghfahrer habe ich auch bedauert, die haben bestimmt ne Menge Prügel abbekommen.
    Ich kann mich noch gut an das eine Jahr erinnern,als wir mit einigen Schiffen in Newcastle statt Edinburgh gelandet sind.
    So, nun hoffe ich, daß der Mist vorbei ist und ihr endlich unter Segel weiter könnt.
    Am Donnerstaggibtes einen einen handigen Geburtstagswid für den Großadmiral.
    Gute und sichere Weiterreise wünschen euch, P+W

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