Von den Scillys nach Cornwall

4 Nächte hatten wir uns in St. Marys Pool auf den Scillys gegönnt. Da viel es uns gar nicht schwer , ggf. noch eine Nacht dranhängen zu müssen. Aber diesmal hatte sich Meno (Wetterwelt) wohl geirrt. Am Montagmorgen(10. Juli) war die Wetterprognose korrigiert – kurze Beratung und bereits um 07:30 stachen wir mit Ziel Falmouth (65 sm) in See.
Unter Groß und Genua machten wir bei räumen Wind zunächst zügig Fahrt aber um 11:30 hatten wir die Tide dann gegen uns und wir fuhren außerdem „platt vor Laken“. Es half nichts, die Maschine musste ran um mit knapp 4 kn einigermaßen voran zu kommen.
Um 12:30 hatten wir den vor Lands End gelegenen LT Wolf Rock 1,5 sm an Bb und um 17:45 rundeten wir schließlich Lizard Point.
Selbst in der Entfernung von 1,5 sm durchführen wir deutliche Stromkabbelungen. Wie muß es hier wohl bei Starkwind oder Sturm aussehen?

Ab Lizard Point zog der Strom endlich mit, so das wir mit 6,5 kn uns Falmouth näherten. Die Visitor-stege waren leider alle belegt, sogar schon 2er und 3er Päckchen. Ja, wenn man erst um 21:00 kommt.
Mitten im Hafen entdeckten wir einen
entdeckten wir einen Platz für Ankerlieger. Also gesellten wir uns kurzerhand dazu.
Anlegebier, Bohneneintopf, die Welt war wieder in ordnung. Die Silluette von Falmouth hat uns gefallen. Aber selbst für einen Landgang fanden wir nicht die Kraft, zumal das Schlauchboot hätte aufgebaut werden müssen. Dafür hatten wir eine sehr ruhige Nacht im Lichterschein der Stadt.
Nahe unserem Ankerplatz entdeckten wir morgens eine Dieseltankstelle auf einem Ponton – oh wie praktisch. Also zunächst den Tank füllen und um 09:00 starteten wir Richtung Plymouth (40 sm) mit Direktkurs durch die lange Bucht.
Diesmal war es etwas mehr Wind als vorhergesagt. Schauerböen mit bis zu 6 Bft beglückten uns pausenlos und wir wurden pudelnaß. Einzig unsere Bootsgeschwindigkeit von 7 kn versöhnte uns. Aber viel zu naß ! Der zunächst halbe Wind drehte später, so das wir nun mit 60 Grad scheinbarem wind fuhren. Wie gut, das er nicht weiter drehte. Die Sicht war sehr eingeschränkt, selbst in 2,5 sm Entfernung war die Hafenansteuerung noch nicht auszumachen. Gut das wir uns zuvor schlau gelesen hatten und so ohne Probleme die Queen Annes Batterie Marina ansteuern konnten.
Zwischen zwei über 40 Fuß großen Schiffen fanden wir am Visitors-Steg eine Lücke in die Swantje genau paßte.. Kuchenbude aufgebaut, Anlegebier und alle Sachen zum Trocknen aufgehängt.
Die Marina bietet allen Komfort. Im Büro war man sehr zuvorkommend und wir sind jetzt sogar Members im CRUISING CLUB (Free Wifi).
Dadurch sind wir auch auf unser nächstes Ziel Brixham gestoßen – einen großen Fischereihafen mit angeschlossener Marina (www. mdlmarinas.co.uk)
Aber zunächst verlebten wir einen herrlichen Hafentag in Plymouth. Rund um den Sutton Harbour und Barbicon spielt sich jetzt im Sommer das Leben ab. Dahin gelangten wir praktischerweise mit einer kleinen Fähre. Am Fischmarkt erstanden wir frischen Haddock für die Abendgrillerei.
Von der Anhöhe Hoe Park bot sich ein Blick wie an der Rivera. Cafés , jede Menge Ausflugsboote und Segler und sogar ein Meerwasserfreibad. Das Denkmal zu Ehren von Sir Francis Drake haben wir natürlich abgelichtet.
Schön von hier aus auf die blaue See zu schauen.
Plymouth lohnt den Besuch!

 

 

Autor: Sailing-Rainer

Langzeittörns in Nord- und Ostsee mit Sy Swantje (EMKA 29 HT) Gern auch einhand

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