Im Dreisprung nach Seedorf

Es war gut, das wir in der schönen Ankerbucht Glewitzer Wiek bei Puddemin noch ein Nacht verbrachten. Am nächsten Tag drehte nämlich der Wind auf West und wir könnten unseren nächsten Hafen Lauterbach segelnd erreichen. Michaels Freude war verhalten, das ich diesen Hafen anlaufen wollte, aber die bekannte Vilm Werft (die Insel Vilm liegt vor Lauterbach), die „Im Jaich Marina“ mit ihrem Ferienpark, sowie das prunkvolle geschichtsträchtige Badehaus waren für mich Gründe genug, diesen Hafen einmal anlaufen zu wollen.
Es gibt gleich zwei Häfen: Den alten Fischereihafen mit der Werft sowie die „Im Jaich Marina“. Wir kamen um die Mittagszeit an, stillen erst unseren Appetit in einem Hafen-Kiosk, um dann den Ort zu erkunden. Waren dann aber ziemlich rasch damit durch. Auch für mich hat der Ort keine Atmosphäre. Mit der weißen Flotte werden Touristen herbeigefahren und der Ferienpark mit seinen Pfahlbauten wirkt irgendwie steril und leblos.

Gegen 16:00 entscheiden wir uns weiterzufahren. Michael schlägt vor, in den Zicker See auf der Halbinsel Mönchgut im äußersten Südosten von Rügen zu fahren. Am frühen Abend erreichten wir den See. Michael machte ortskundig an einem Salben fest und ich Anker-Treffen in einiger Entfernung frei. Noch abends ging’s per E-Schlauchboot an Land und von einer Anhöhe genossen wir in der untergehenden Sonne den Blick auf die Umgebung. Anhand einer Infotafel stellten wir erstaunliches fest: Hier wollten einmal die Schweden eine ganze Stadt errichten!
Am nächsten Morgen ging’s mir Schlauchboot in der Hafen Thiessow. Wandernd erreichten wir durch einen Kiefernwald am nahe gelegenen Campingplatz einen herzlichen zur Vorsaison fast menschenleeren Ostseestrand. Von einem Aussichtsturm ein herrlicher Blick weit ins Land. Auch Einkaufen konnten wir im Sparmarkt und am Hafen Thiessow gabs dann sogar noch Hornfisch.
Eine spritzige Angelegenheit dann zurück die Fahrt im Schlauchboot gegen den starken West. Guck mal sagt Michael. , an meinem große Saal (Deep Blue) hat sich ein kleiner Putzerfisch (Swantje) angehängt. Ja, so sah es aus. Ich hatte bei Swantje wegen des starken Windes Anker auf geholt und mich bitten an Michael gehängt, der sicherer am Pfahl lag.

Gegen den starken West ging’s schließlich in die ein paar Meilen nordwestlich gelegene Bucht Having in den Hafen Seedorf. Dieser idyllische Hafen an Eingang zu einem See bietet viele Liegemöglichkeiten beiderseits der Enge. Wir liegen „privat“, man sollte es kaum glauben an 3 Pfählen (Wasserpachtfläche) von „Carlos“, den wir bereits auf seinem Rittergut besucht hatten.
Michael liegt hier besonders gern und will mich auf einige Wanderungen in die Umgebung mitnehmen. Wir werden auf jeden Fall die Seebäder Sellin, Binz und natürlich auch das Jagdschloss Granitz besuchen.

Ich freue mich auf ein paar schöne, unbeschwerte Tage.

Autor: Sailing-Rainer

Langzeittörns in Nord- und Ostsee mit Sy Swantje (EMKA 29 HT) Gern auch einhand

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