Mit Seaman heimwärts

Ausgehend von Lohme -und dem Ende der gemeinsamen Fahrt mit Michael und seiner „Deep Blue“- will ich rasch den Rückweg nach Bremerhaven antreten.

Dabei ist mir wieder die App „Seaman“ von „Wetterwelt“ mit deren Streckenwetterfunktion wertvolle Hilfe. Auch „Round Britain“ war sie mein ständiger Begleiter.

Am Freitag lief ich daher erst gegen 11:00 in Lohme aus, um das Kap Arkona zu runden. Ich durfte nicht zu früh starten, wollte ich Richtung Møn noch vom prognostizierten Winddreher profitieren.
Und siehe da, nach etlichen Stunden Motoren genau gegenan, könnte ich schließlich mit eingekuppelter Windfahne noch herrlich segeln. Ein versöhnlicher Abschluss und noch eine passable Ankunftszeit gegen 20:00 im Hafen von Klintholm/Møn.

Am Samstag dann der Hit. Wie prognostiziert bei östlichen Wind ein fantastischer Raumschot-Kurs bis zur Insel Femø und sogar noch 1 Kn Strom mit (aber dafür konnte Wetterwelt nix). Das Speedometer ging nie unter 6 kn.

Femø verzauberte mich wieder. Da kam der wetterbedingte Liegetag gerade Recht. Mein geliebter Abendspaziergang zur Anhöhe mit der Kirche. An diesem Sonntag wäre der Törn Richtung Spodsbjerg nahezu unmöglich gewesen.

Montag dann eine Lücke im Wettergeschehen. Gestartet zeitig um 05:30 Böen nur bis 5 Bft. Das war aber auch wichtig, denn es ging die ganzen 25 sm gegenan. Dazu Wind gegen Strom, der für hässliche Kabbelungen sorgte. Einige Male Schnitt das schlanke Vorschiff von Swantje daher unter. Im großen Belt erstaunliche Wellenbildung und auch der Schiffsverkehr auf dem Tiefwasserweg sorgte für erhöhte Aufmerksamkeit.

Der Hafen Spodsbjerg hatte sich inzwischen geleert. Mit Raumschot-Kurs zogen die letzten Yachten von dannen, als ich gegen 12:00 einlief.

Hier in Spodsbjerg mit seinem ausufernden Angeltourismus ist erst mal Abwarten angesagt. Südwestliche Winde mit Böen 6-7 Bft bieten keine Chance Kiel zu erreichen. Warum auch auf eine sinnlose Gegenanbolzerei einlassen?

Also heute und Mittwoch Hafentage verordnet. Macht nix – mit dem Fahrrad werde ich heute über Nebenstrecken nach Rudkøbing radeln.

Am Donnerstag tut sich eine kleine Lücke auf, die es zu nutzen gilt. Hoffentlich behält Meeno Recht. Um 07:00 gestartet, kann ich bei einem prognostizierten Norddreher Kiel direkt anliegen. Das werde ich nochmals auf Aktualität überprüfen. und dann Donnerstag nix wie weg, bevor ab Donnerstagabend und den kommenden Tagen neues Ungemach im Wettergeschehen droht.

Autor: Sailing-Rainer

Langzeittörns in Nord- und Ostsee mit Sy Swantje (EMKA 29 HT) Gern auch einhand

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s