In der Region Silute

Wir sind in Litauen hier im südlichsten und größten der 3 baltischen Staaten. Silute liegt im Mündungsgebiet der Memel ca. 50 km südlich Klaipeda. Außerdem ist das Kurische Haff in direkter Reichweite, nur wenige sm Wasser trennen uns z.B. von Nida.

Die Insel Rusne (Naturschutzgebiet) wird beiderseits von den Memelarmen Atmata (daran grenzt unsere „Campingwiese“) und Skirvite umschlossen. Es befinden sich hier miteinander verpflochtene Seen, alte Flussbetten, Sümpfe und Moore. Eine der wenigen Orte in Europa, wo bei Hochwasser die riesigen Wiesen und sumpfigen Wälder überschwemmt werden. Dazwischen auch durch Deiche geschützte Polder. Es gibt hier eine überbordende Flora und Fauna.

 

Mitunter sind die Naturgewalten so groß, dass Rusne auf dem Landweg nicht mehr erreicht werden kann. Die Zuwegung wird zur Zeit mit Tiefgründungen aufwendig neu gestaltet, eine Art Moorbrücke.

Bereits gestern am späten Nachmittag hielt es mich nicht mehr auf dem Platz am Atmata-Fluss. Mit dem Auto ging’s auf Rusne zum Kleinhafen Uostadvaris. Zu neugierig war ich, wie es sich wohl verändert hätte, seit ich 2007 mit Swantje und Detlef seiner Kunkelsuse dort lag. Die ehemalige Schotterstrasse ist inzwischen asphaltiert – wir hatten damals bei der Fahrt mit unseren Falträdern ins Landesinnere entnervt aufgegeben. Im damals kaum frequentierten Hafen sind nun etliche Sportbootliegeplätze entstanden, aber immer noch ein urwüchsiger Ort.

Auf der Rückfahrt – auch über Schotterstrecken, finden wir am Skirvyte-Arm ein Restaurant mit Blick auf die Brücke. Am gegenüberliegenden Ufer ist selbst um 21:00 noch reger Badebetrieb.

Leider treiben uns abends gegen 23:00 die Mückenbiester in den Wohnwagen.

Heute Vormittag stand die Erkundung von Silute auf dem Zettel (In Beverstedt unserem Heimatort bekannt durch den Verein „Hilfe zur Selbsthilfe in Osteuropa“).

Wir suchten und fanden vor allem die preußische Architektur: Gelbe Metallbrücke, Feuerwache, Postgebäude, ev.luth. Kirche, ehemalige Volksschule… Waren allerdings auch erstaunt, wie touristisch sich die Stadt inzwischen entwickelt hat. Auch Gewerbe und Handel scheinen gut entwickelt. Sehr nett wurden wir in der Tourist-Info mit Infomaterial sogar auf deutsch versorgt. Wir freuen uns, das wir Silute nun nicht nur vom Hörensagen kennen.

Um das ganze abzurunden besuchten wir dann auch noch den kleinen Hafenort Minia sowie auf der Landzunge Vente den Leuchtturm. Von hier geht der Blick frei zum Kurischen Haff und riesige Dünen sind erkennbar. Auch befindet sich hier eine ornithologische Station, wo Vögel mit riesigen Netzkonstruktionen eingefangen und beringt werden.

I

Insgesamt ein informativer, schöner Ausflugstag.

Morgen geht’s von Klaipeda aus mit der Fähre auf die Kurische Nehrung. Das Wetter meint es sehr gut mit uns – jetzt ist eine Erfrischung am Meer prima.

Autor: Sailing-Rainer

Langzeittörns in Nord- und Ostsee mit Sy Swantje (EMKA 29 HT) Gern auch einhand

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