Der Eider und Tönning entronnen

Es war schwierig hineinzukommen und genauso schwierig sie zu verlassen – die Eider. Dazu später mehr.

Pfingstmontag sind Michael und Volker mit Deep Blue Eider-abwärts kommend in Tönning eingetroffen. Begrüßung an meiner „geliebten“ Spundwand. Während ich dort mit Michael Bordwache halte (Leinenbedienung wegen der Tide) fährt Volker zur Ortsbesichtigung nach Friedrichstadt.

Abends gemeinsames Abendessen im romantischen Hotel Godewind direkt gegenüber unseren Liegeplätzen.

Der Dienstag begann mit viel Regen. Das drückt beim gemeinsamen Frühstück an Bord von Deep Blue zunächst auf die Stimmung und Volker entschließt sich spontan schon jetzt -einen Tag früher- abzureisen. Schade – aber er ist ja noch in Arbeit und nicht so vogelfrei wie wir.

Wir gehen gemeinsam zum Bahnhof verabschieden Volker und Michael und ich nehmen den Zug nach St. Peter Ording – auf besseres Wetter hoffend.

Wir haben scheinbar einen guten Draht zu Thor, dem nordischen Gott der Seefahrer und des Wetters. Es klärt auf und sogar die Sonne kommt durch. Perfekte Bedingungen fûr unseren Wattspaziergang der uns dicht bis an Tonne 24 des Eiderfahrwasser fûhrt .

In der Seekiste – einer dieser markanten Stelzenbauten- lassen wir uns anschließend verwöhnen. Trotz abends frischen Temperaturen sitzen wir noch lange im Cockpit von Swantje – zu schön ist das Panorama im Hafen von Tönning.

Am Mittwoch soll es endlich nach Amrum gehen. Ein vorbereitenden Anruf beim Sperrwerk: Wir kündigen die gewünschte Schleusung an. Alles ok !

Merkwürdig – das Wasser im Hafen will gar nicht weiter steigen. Ca. Eine Stunde vor HW legen wir ab. Ich bleibe auf der Barre in der Hafeneinfahrt stecken, Michael bereits im Hafenschlauch. Das Wasser steigt nicht weiter. Ein neuer Anruf beim Sperrwerk: Was ist los? Wir werden „aufgeklärt“ das wegen Arbeiten an der Nordfeld-Schleuse das Wasser auf einen bestimmten Pegel gehalten wird. Das sei auch über NfS am Vortag kommuniziert worden. Warum hat er mir das bloß nicht beim vorbereitenden Anruf gesagt ??? Ich bleibe sachlich – Schimpfen hilft nicht- ärgere mich aber insgeheim ūber die „Behörden-Routine“.

Das Wasser steigt noch wenige cm – das reicht für Swantje frei zu kommen. Michael muss mit seinem Tiefgang von 1,75 m (35 cm mehr als Swantje) leider im Hafen verbleiben.

Die Fahrt nach Amrum ist stimulierend.

Es wird sogar etwas freundlich und ab Tonne Süderhever 2 segle ich wunderbar mit halbem Wind. Bei der Ansteuerung von Rûtersgatt dreht er sogar südlicher, so daß ich die Segel stehen lassen kann. Im Zuge des Winddrehers kommt aber doch die vorhergesagte Front mit mächtig viel Regen.

Pitschnass erreiche ich den Hafen von Wittdün auf Amrum, wo ich am neuen Gäste-Schwimmsteg freundlich angenommen werde. Ich beschließe den Abend im Club-Restaurant.

Heute morgen strahlend blauer Himmel. Der Tag Sol schön werden. Also nix wie los zur Fahrrad-Insel-Tour.

Mit Michael habe ich gerade telefoniert. Er hat die Ausfahrt aus Tönning geschafft und wir abends hier eintreffen .

Autor: Sailing-Rainer

Langzeittörns in Nord- und Ostsee mit Sy Swantje (EMKA 29 HT) Gern auch einhand

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