Ein furioser Abschluss unserer Trimaran-Überführung

Von Gislövslege um 06:00 am Mittwoch 14. August bei West 4 gestartet, briste der Wind später stark auf. Das Leuchtfeuer Møn konnten wir nicht anliegen und unangenehme Kreuzseen behinderten unsere Fahrt.

Ein Holeschlag brachte uns gegen 12:00 dicht ans Feuer.

Zwischendurch Gewitterschauer und Böen bis auf Sturmstärke.

Wir suchten Schutz in der Hjelm-Bucht und brachten uns durch Hole-Schläge immer wieder dicht in Landnähe.

Trotz einiger starker Schauer brachte es Spaß das Boot einmal rennen zu lassen – vor allem, weil hier der Seegang moderat war.

Um 19:45 erreichten wir zufrieden Gedser.

Wir hatten Glück, das Hafenrestaurant war geöffnet und wir konnten uns dort verwöhnen lassen. Spätabends dann noch der Gang zur einige 100 m entfernten Tankstelle im Ort – unser Außenborder ist nur mit Benzin zufrieden.

Bereits um 06:30 ging’s am nächsten Tag Kurs Kiel wieder los. Der für Donnerstag prognostizierte Südwind stellte sich tatsächlich planmäßig ein, wie wir am frühen Morgen durch Blick zur Mastspitze erleichtert feststellten.

Zunæchst unter Maschine durch den Hack in der Gedser-Rinne, dann Segel hoch und Direktkurs nach Kiel.

An diesem letzten Segeltag zeigte bei 1 m Welle und raumschots der Tri seine Stärken. Mit 10-15 kn Speed stürmte das Boot seinem Ziel entgegen. Um 10:30 rundeten wir die Nordseite von Fehmarn.

Um 14:30 steckten wir unsere Nase in die Kieler Förde.

Hier kam uns Claas, der Sohn von Hannes als diensthabender Lotse auf einem Frachter entgegen und grüßte von der Nock. Herrlich !

Vom Einsatz zurückgekehrt überreichte er uns, wartend vor der Kanalschleuse am Thyssen-Kai, noch ein Kuchenpaket. Das nenne ich Timing !!!

Um 17:00 konnten wir ausschleusen und erreichten nach 3 h Rendsburg. Unterwegs hatten wir uns schon tüchtig auf das Hafenrestaurant „Riverside“ gefreut. Wir konnten dort um 20:30 einen Tisch ergattern und den Abend später mit einer heißen Dusche ausklingen lassen.

Der Wetterbericht verhieß für Samstag mit Sturmtief Bernd nichts Gutes. So beschlossen wir am Freitag unsere Fahrt nach der Passage des NOK zunächst in Cuxhaven enden zu lassen. Auf der Elbe hatten wir ausnahmsweise einmal ruhiges Wasser.

Rasmus wollte sich scheinbar mit uns versöhnen.

Der Tri liegt nun ganz in der NO-Ecke am Steg für die Maxi-Yachten. Er wird nach Wetterbesserung von Hannes und Gert „eben um die Ecke“ nach Bremerhaven gebracht.

Ein ereignisreicher Törn ging zu Ende. Nun wissen wir, wie sich Trimaran-Segeln anfühlt.

Mein persönlicher Eindruck: Eingeschränkter Lebensraum an Deck selbst bei 36 Fuß, Speed und viel Spaß bei passendem Wetter, hart an Wind und Welle unangenehmer als auf einem Einrümpfer, für sportliche Typen und weniger ein Familienboot.

In 9 Tagen haben wir den Tri ohne Nachtsegeln von Kalmar nach Cuxhaven gebracht, trotz viel Gegenwind, einem Flautentag und 2 Hafentagen wegen Starkwind.

Aber der Törn hat sich gelohnt und Spaß gemacht 😁

Hier alle Törn-Berichte der Überführung Trimaran Corsair 36

Gelegenheit Überfūhrung Trimaran Kalmar-Bremerhaven

Start mit gebremsten Schaum

Mühsames Fortkommen

Schon wieder Motorfahrt

Endlich passender Wind

Ein furioser Abschluss unserer Trimaran-Überführung

Autor: Sailing-Rainer

Langzeittörns in Nord- und Ostsee mit Sy Swantje (EMKA 29 HT) Gern auch einhand

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