Segeln in Corona-Zeiten ?

Swantje schwimmt und der Mast ist gestellt.
Aber der Reihe nach…Ich hatte gar nicht damit gerechnet.  Am Mittwoch 28. April erhielt ich abends einen Anruf von unserem „Hallenobmann“: Am 02. Mai gehen die Boote der Halle 2 des WVW e.V.  Bremerhaven zu Wasser.

Während vielerorts noch strenge Restriktionen für den Wassersport herrschten, erlaubte uns das Amt für Sport und Freizeit die Slippvorgänge unter definierten Bedingungen: Minimal notwendige Slippbesatzung, Gesichtsmasken empfohlen, bereitgestellte Desinfektionsmittel, nicht direkt Beteiligte haben die Kontaktabstände (>1,50m) einzuhalten.

Ich war zunächst baff – habe mich dann aber entschlossen mich am Slippvorgang (Gemeinschaftsaufgabe) zu beteiligen und nicht ggf. später in der Saison „eine Extrawurst zu braten“, obgleich ich skeptisch auf die Saison blicke und meinen geplanten Langtörn in den hohen Norden konsequent abgesagt habe.

Ich war beim Slipptermin am 02. Mai stolz auf unsere Hallenlieger. Alle trugen wie ich eine Gesichtsmaske.

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Die Gemeinschaftsarbeit lief entsprechend den Umständen diszipliniert und zügig ab.
Nun schwimmt Swantje !

Nun war es klar, das ich auch den Mast stellen wollte. Gestern habe ich in der Halle alles vorbereitet und die Stagen angeschlagen.
Heute früh verholte ich unter den Mastenkran und mit der bewährten Crew (!) war das Maststellen dann rasch erledigt. Natürlich gabs einen Manöverschluck. (To Go)

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Wohl niemand kann sagen, wie es jetzt mit der Saison weitergeht.
Ich bin aber entspannt, dankbar das ich gesund bin und werde die weitere Entwicklung ruhig abwarten. Zunächst sicherlich noch einige „Indienststellungsarbeiten“ am Boot.
Von meinem Wohnort im Elbe-Weser-Dreieck kann ich die 20 km zum Verein ab und an auch mit dem E-Bike fahren. In Corona-Zeiten ist das Radfahren für mich zu einer zweiten Passion geworden.

Beginnen werde ich mit Tagestörns auf der Weser oder Richtung Türme.
Ein Highlight wäre natürlich, wenn Helgoland wieder angelaufen werden darf. Dann ist auf jeden Fall ein Törn mit Kumpel Dieter fällig, dem ich knapp vor Corona-Ausbruch noch einen „Einberufungsbefehl“ schickte.
Im Sommer werde ich auf jeden Fall auch in der Deutschen Bucht bleiben – wer weiß, vielleicht ist irgendwann auch das Anlaufen der Nord- oder Ostfriesen wieder möglich. Mein Co-Skipper Gert freut sich -wie ich- auf jeden Fall auf ggf. mögliche mehrtägige Kurztripps

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Autor: Sailing-Rainer

Langzeittörns in Nord- und Ostsee mit Sy Swantje (EMKA 29 HT) Gern auch einhand

Ein Gedanke zu „Segeln in Corona-Zeiten ?“

  1. Das hört sich doch gut an; die Zeichen liebe Grüße. Regierung stehen günstig.
    Mast und Schotbruch für die Saison 2020!

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