Genuss-Törn Wangerooge

Seit gestern Abend wieder zu Hause aber immer noch schwingt in mir die Freude über meinen gelungenen 3-Tages Kurztörn nach Wangerooge. Mein erster Törn in diesem Corona-Jahr in dem alles irgendwie anders ist, quasi mein persönliches Anschippern.

Allerdings Motoren war angesagt. Das hatte ich bei der Wetterlage aber vorher gewusst. Und die Hauptsache war ja, überhaupt wieder auf dem Wasser zu sein.

In der Schleuse gab’s noch ein kleinen Zwischenfall – ein hinter mir liegendes Motorboot brauchte Schlepphilfe aus der Schleuse heraus an die Kaje, weil der Motor streikte. Gerne helfe ich !

Zum Glück hatte ich mich in Anbetracht der Tide doch entschlossen bereits um 08:00 die Schleuse in Bremerhaven zu nehmen. Vor Tonne 13 ging meine Fahrt immerhin auf 3kn üG herunter bei voller Motorleistung.

Am Containerhafen scheinbar nicht all zu viel los. Einbruch wegen Corona.

Auf meiner Fahrt die Unterweser abwärts geniesse ich den Schiffsverkehr und die vielen Seezeichen. Aber es ist trübe und frisch.

In Höhe Roter Sand und Tonne 13 bricht der Himmel allmählich auf und ich kann mir Direktkurs auf die Ansteuerung des Seegatts Harle gehen.

Schon bereits Nähe HW habe ich kein Problem mit dem Seegatt. Witzig finde ich das direkt vor mir der Tonnenleger die Tonne 10 einfach entfernt.

Jetzt noch Bühne H gerundet und wenig später laufe ich in den Sportboothafen von Wangerooge ein. Ich kann längseits an den Steg gehen und helfende Hände nehmen mich gegen 15:15 in Empfang.

Ein schöner Tag auf dem Wasser !

Nach einer Kaffepause dann für einen ersten Blick noch ins Dorf. Im Bootshaus bezahle ich noch das Liegegeld bei Sascha Peter dem neuen Hafenmeister. Eine kleine Schlange vor dem Bootshaus und einzelnes Eintreten – vorbildlich in Corona Zeiten. Ich reihe mich ein. Von der 1. Vorsitzenden Sabrina Illig bekomme ich sogar ein „Bügelpils“ spendiert – womit hab ich das verdient ?

Am folgenden Tag radle ich mit Genuss auf der Insel herum.

Ein Besuch im Café Treibsand mit einem frisch gezapften Guinness darf dabei keinesfalls fehlen.

Ich genieße diesen Inseltage in vollen Zügen.

Nachmittags bittet mich Sascha noch, mein Boot zu verlegen. Klasse die Hilfestellung beim Anlegen am Fingersteg! Und abends zum Sonnenuntergang noch einen Strandbummel beim Hafen.

Ein wenig Sorge bereitete mir die Wetterlage für die Rückfahrt. Blies es doch an meinem Landtag ziemlich heftig aus Nord und ich fahre unter dieser Bedingung ungern bei mehr als 4 Bft durch das Seegatt. Aber am Abfahrtstag flaute es etwas ab und bei satten 4 Bft verließ ich bei halber Tide um 13:00 den Hafen und passierte danach gefahrlos das Seegatt. Vor Wangerooge dann herrliches Segeln bei halbem Wind.

Gegen 19:00 die Skyline von Bremerhaven. Ein schöner Törn geht zu Ende.

Insgesamt ein unglaublich schönes Anschippern. Mal sehen, wie das Segeln in Corona- Zeiten weiter geht.

Pfingsten verlebe ich in unserem Sommersitz auf Krautsand – um rare Liegeplätze will ich mich nicht drängeln.

Aber wer weiß, Helgoland darf vielleicht auch bald wieder angelaufen werden? Und nach Wangerooge komme ich innerhalb der Woche bei passendem Wetter auch gern nochmals.

Autor: Sailing-Rainer

Langzeittörns in Nord- und Ostsee mit Sy Swantje (EMKA 29 HT) Gern auch einhand

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