Ein Traum – Der Sommer-Liegeplatz von Swantje

Von Plan B hatte ich schon berichtet.
Die Schließung der kleinen Fischereihafenschleuse das ganze Jahr über vergällte mir die Freude an meinem Liegeplatz im Heimathafen WVW e.V. Bremerhaven.


Die freundlichen Mitglieder des WSDE Drochtersen/Elbe gwähren mir für eine Saison Asyl.

Also hieß es letzten Sonntag nix wie hin da. Mein verlässlicher Co-Skipper Gert begleitete mich.

Da wegen der Tide für die Überführung Weser zur Elbe eine Zwischenübernachtung in Cux einzuplanen war, machte ich wegen der Corona-Regelungen Sonntagmorgen noch schnell einen Antigen-Schnelltest organisiert und professionell durchgeführt von der DLRG Hagen im Kulturhof Beverstedt. Negativ – wie erwartet.

Ralf war bei unserer Abfahrt mit seiner Drohne zur Stelle und es entstanden ein paar schöne Luftbilder. Danke !

Wir hatten Glück mit der großen Fischereihafenschleuse. Nahe HW gegen 13:00 stand das Tor weit offen, etliche Boote wollten mit uns ausschleusen und kein bevorrechtigter Berufsschiffverkehr „störte“ uns Freizeitkapitäne. Wir ließen die Geestemole hinter uns und passierten die Container-Kajen.

Die Fahrt auf der Weser war easy, wir wurden nicht von vorhergesagten Gewittern überrascht, obgleich sich die Wolken mitunter bedrohlich auftürmten.

Wie zu erwarten hatten wir nach Passage von Leuchtturm Alte Weser und den Nordergründen später auf der Elbe noch einige Zeit mit dem ablaufenden Wasser zu kämpfen, das unsere Fahrt um einiges reduzierte. Und kalt war es auf dem Wasser (12 Grad Celsius), nur ab und an kam vom Festland ein spürbarer Schwall Warmluft.

Plangemäß erreichten wir mit dem letzten Büchsenlicht gegen 22:00 den Yachthafen Cuxhafen und wunderten uns über die milde Temperatur dort, die uns noch zu einem Anlegebier im Hafen animierte.

Am nächsten morgen starteten wir gegen 09:30 nicht zu früh, die Elbe läuft bekanntlich nach NW noch mindestens eine Stunde nach, bevor die Stromrichtung wechselt. Kurz vor Brunsbüttel passierten wir die Schnellfähre der neuen Verbindung Cuxhaven- Brunsbüttel.

Zeitweise konnten wir nur unter Fock bei sehr böigem Wind unterstützt durch die Strömung bis zu 9kn laufen. Das machte Laune, zumal ab und an die Sonne durchkam.

Gegen 13:00 bogen wir kurz hinter Wischhafen und Krautsand (hier steht Ilses Wohnwagen) in den Ruthenstrom ein.

Swantje hat jetzt dort ganz am Ende eines 300 m langen Schwimmsteges beim WSDE vor dem Sperrwerk einen Saisonliegeplatz.


Wir hatten uns entsprechend dem Ratschlag des dortigen Vereins einige dicke Fender mitgebracht, um ein zu starkes Anlehnen gegen den Steg bei NW zu verhindern. Die haben wir nach dem Anlegen zunächst alle am Steg angebracht.

Ein freundliches Vereinsmitglied hatte allerdings Zweifel an unserem gewählten Liegeplatz, so das wir mit etwas Bangen auf das NW warteten. Hoffentlich würde sich der Kiel von Swantje tief genug in den Schlick eingraben, so das das Boot nich t zu stark krängen und es an Bord bewohnbar bliebe.
Wir wurden positiv überrascht: Eine leichte Kränkung und das angehobene Hinterteil von Swantje sin keine allzugroße Einschränkung für das Bordleben. Und bei den folgenden NW fühlte sich Swantje scheinbar immer wohler und wir auch.

Es ist hier eine schöne naturnahe Umgebung und das Elbrevier lockt mit einigen Ankerplätzen und Nebenflüssen.


Hier bin ich gut aufgehoben und wir freuen uns auf die Saison, zumal im WSDE ein ausgesprochen freundlicher Umgangston herrscht.

Der Sommer kann kommen !

Autor: Sailing-Rainer

Langzeittörns in Nord- und Ostsee mit Sy Swantje (EMKA 29 HT) Gern auch einhand

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