Elbe-Törns (2): Finkenwerder

Am Donnerstag, 24. Juni unternahm ich einen Törn nach Finkenwerder, ca. 24 sm entfernt.

Diesen Hamburger Stadtteil, auf einer ehemaligen Elbinsel gelegen, nahe dem Mühlenberger Loch wo auch Airbus seinen Standort hat, wollte ich schon immer mal aufsuchen.

Direkt neben Airbus gibt es gute Liegeplätze im Rüschkanal, in dem mehrere Segelvereine beheimatet sind. SkipperGuide bietet hierzu eine gute Beschreibung.

https://www.skipperguide.de/wiki/Hamburg_R%C3%BCschkanal

Und eine aussagekräftige Beschreibung zu Finkenwerder findet man auf der Webseite des NDR:

https://www.ndr.de/ratgeber/reise/hamburg/Hamburg-Finkenwerder-Hafen-Flugzeuge-und-Gorch-Fock-,finkenwerder720.html

Ich hatte mir wohl den windstillsten Tag des Jahres ausgesucht und mein Großsegel war wohl nur zur Dekoration gesetzt. Bedingt durch den auflaufenden Tidestrom ging es aber selbst bei kleinster Motorfahrt rasch voran.

Schon bald kam an Steuerbord Stadersand in Sicht, überragt von den Gebäuden der Chemie-Produktionsanlagen von Dow sowie dem Schiffsanleger für die Personenschifffahrt und dem Kernkraftwerk Stade, welches sich seit 2005 im Rückbau befindet. Bei Stadersand mündet auch die nach Stade führende Schwinge in die Elbe.

An Bb ist ein markantes Leuchtfeuer zu sehen, der Leuchtturm Juelsand. Hier gehts durchs Dwarsloch in die Haseldorfer Binnenelbe.

Die an Bb folgende Elbinsel Lühesand wird von 2 mächtigen Hochspannungsleitungen überquert.

An der Mündung der Lühe gibt es einen gern besuchten Schiffsanleger.

Von hier aus gibt es auch eine Personenschifffahrt zum Schulauer Fährhaus (Schiffsbegrüßungsanlage) auf der anderen Elbseite.

Ca. 1 sm davor befinden sich auch die beiden Einfahrten zum großen Yachthafen Wedel (Hamburger Yachthafen)

Weiter Richtung Hamburg fällt an Stb noch das markante Gebäude der DLRG in Wittenbergen auf.

Da mit der Tide der Wasserstand inzwischen gestiegen ist, kommen uns auf Höhe Blankenese schon größere Schiffe entgegen. Der Weg bis hierhin ist auf einem Plan im Buch „Nebenflüsse der Elbe“ (Andrea Horn/Wyn Hoop, Edition Maritim 2. Aufl.1996) ersichtlich.

Und sehr erstaunlich: Beim Mühlenberger Loch passiere ich sogar noch einen Fischkutter. Ein starker Kontrast zu den schon sichtbaren Kränen des Hamburger Hafens.

Kurz vor Einfahrt in den Rüschkanal dann das riesige Gelände von Airbus mit seiner Start- und Landebahn.

Ich kann sogar eine Maschine im Anflug fotografieren.

Die Einfahrt zum Rüschkanal ist gut bezeichnet. Von dem Bb-Seezeichen aus kann man sogar die Elbe-Schifffahrt beobachten.

Gleich hinter der Einfahrt passiert man an Stb die Reste eines U-Boot-Bunkers, welche als Denkmal erhalten blieben.

Ich liege schließlich super im SCNK (Segel Club Ness Kanal), einem kleineren, der hier ansässigen Vereine. Man fühlt sich wie in einem Binnensee.

Und habe einen schönen weiten Blick auf das gegenüber liegende Werftgelände.

Nach dem Anlegebier wird das Bordfahrrad ausgepackt.

Auf gehts in den alten Ortskern von Finkenwerder

Ein Eis als Belohnung und anschließend eine Finkenwerder Kutterscholle auf den Elbterrassen, das muss heute sein.

Den folgenden Freitag unternahm ich mit dem Bordfahrrad eine Tour bis zu den Landungsbrücken Hamburg Altona. Hierzu überquerte ich vom Rüschpark aus bequem die Elbe mit einem Linienschiff nach Teufelsbrück. Und dann gings immer an der Elbe entlang. Ein sehr schöner Ausflug, der mir gut in Erinnerung bleibt.

Wunderschön ging es zunächst an der Elbe entlang.

An der Strand-Perle gabs ein 2. Frühstück.

Dann weiter zum Museumshafen Ovelgönne.

Die „Perlenkette“ der architektonisch modernen Gebäude am Elbufer hat mich angesprochen.

Die Ausblicke von dem schrägen, bis oben begehbaren Bürogebäude sind atemberaubend.

Alte Fischauktionshalle

U-Boot-Museum

Der alte Elbtunnel

Hotel Hafen Hamburg

Landungsbrücke

Es gibt sooooo viel zu sehen.

Zum Abschluss gönne ich mir vor der legendären Haifischbar einen super leckeren Fischteller.

Der Ausflug hat sich mehr als gelohnt !

Zurück gehts mit einem Linienschiff direkt nach Finkenwerder.

Autor: Sailing-Rainer

Langzeittörns in Nord- und Ostsee mit Sy Swantje (EMKA 29 HT) Gern auch einhand

6 Kommentare zu „Elbe-Törns (2): Finkenwerder“

  1. Moin Rainer,
    das ist doch ein lohneswerter Ausflugstipp für mich. Allerdings werde ich von Anfang August an min. 4 Wochen in der Ostsee verbringen. Der Ausflug muss also bis September warten. Gruß Klaus

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  2. Hallo Rainer,
    danke für Deine Elbe-Revier-Tipps! Ab dem 20. Juli werde ich mit meiner Frau auch die Elbe befahren inkl. eines Besuches in Hamburg. Vielleicht sieht man sich ja mal!
    Grüße, Rainer

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  3. Moin Rainer!

    Super Ausflug! Danke für die tollen Fotos und Ausführungen!
    Warum in die Ferne schweifen? Wenn das Gute liegt so nah!

    Wir haben inzwischen unsere „Motorquatze“ in Betrieb genommen und wollen morgen von Barneville-Carteret nach St. Malo aufbrechen.

    Wünsche weiterhin eine schöne und gesunde Saison!

    Stefan

    MY Nautic, WYC Wiesbaden, z.Zt. Barneville-Carteret/Normandie

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