E-Cannonball – ein Wechselbad der Gefühle

Von unserer Teilnahme am E-Cannonball 2021 als Team Nordlichter und meiner Affinität zu E-Antrieben hatte ich bereits berichtet.

Hier geht’s zur Webseite der Veranstaltung.
https://e-cannonball.de/
Bei uns gabs noch ein besonderes Ereignis: Erst erhielten wir einen Preis – aber später zu Recht wegen Wertungsfehler aberkannt. Macht gar nix – war eine super Veranstaltung und mit der jetzt richtigen Platzierung (14 von 21) in der Gruppe 1 , der Königsklasse mit ordentlich Wumm, sind wir als Newcomer zufrieden.
https://e-cannonball.de/ergebnisse-2021/
Aber von Anfang an.

Am Freitag frühmorgens reiste ich mit Sohn Thomas zum Startort am Hotel Berlin-Brandenburg an. Zwei mal laden unterwegs – kein Problem. Um 13:00 mussten alle Fahrzeuge den ihrer Startnummer zugewiesenen Platz eingenommen haben.

Erst mal anmelden. Oh… der Porsche Taycan von Ove steht schon fix und fertig bereit.

Dann unser Fahrzeug mit den ganzen Aufklebern wie Startnummern und Sponsoren versehen. Dabei hat uns das Team Wattn Glück, die schon vor uns da waren, gut unterstützt.

Ingo, unser Nachbar aus Wachholz hatte herausgefunden, dass unsere Start-Nr. 53 Tradition hat. Ob das wohl Glück bringen würde?

Der Nachmittag im Park Ferme verlief dann bis 17:00 wie im Flug. Es waren neben den Teilnehmern auch allerhand Gäste da, um sich Infos über E-Autos einzuholen. Und das war bei dieser Flotte von 70 verschiedenen E-Fahrzeugen natürlich die Gelegenheit. Elektrisierende Gespräche

Dr. Wallbox präsentierte seinen EVAlino – die mobile Wallbox im Taschenformat

Es gab ein SolarCar der Hochschule Bochum

Und es gab jede Menge alltagstaugliche E-Autos der verschiedenen Leistungsklassen.

In das ein oder andere Fahrzeug durfte ich mich auch mal hineinsetzen.

Und dann entstand am späten Nachmittag noch ein tolles Gruppenbild aller Teilnehmer.

Abends gab es in der Sporthalle Dabendorf (30 km entfernt) im festlichen Rahmen mit Buffet, Fahrertipps, Sponsorendank und Übergabe der Fahrer-Mitbringsel fürs ORGA-Team (regionale Spezialitäten) die Fahrerbesprechung.

Im Hotel waren wir gut untergebracht – lediglich die morgige Ausgabe von Kaffee und Proviantbeuteln (Ersatz für Frühstück, es war noch sehr früh) verlief schleppend. Macht nix (Verbesserungspotenzial beim Hotel) und wir waren ja heiß auf die Wettfahrt.

Jedes Team erhielt für sein Fahrzeug auch noch einen Tracker, über den jedes Fahrzeug auf einer Map zu sehen war. Praktisch unterwegs, um Getümmel an Ladestationen zu vermeiden.

Und dann stieg die Spannung – Startgetümmel

Als erstes startete das SolarCar gefolgt von den übrigen Heroes

Gefolgt von den 2-Wheels

Dann gings weiter mit den Fahrzeug-Klassen 3, 2,1 und schließlich auch wir

Und dann der aufregendste Moment – wir dürfen starten

Die nachstehende Karte zeigt Start in Berlin, Ziel in München, das 1. Zwischenziel Euronics in Mühlhausen und das 2. Zwischenziel Harburg (Schwaben)

Das Zwischenziel Euronics XXl Moschcau stand schon vor dem Start fest.
Das Zwischenziel Harburg haben wir erst beim Start bekommen.
Es hing nun von unserem Geschick ab, rasch auf kurzem Weg diese Ziele anzusteuern und dabei auch notwendige Ladesäulen zu finden, die nicht von anderen belegt waren.
Dabei halfen uns Google Maps, ABRP (A Better Route Planer), sowie ganz wichtig, die Karte im Internet mit den Positionen der anderen Fahrzeuge.

Hier die von uns gewählte Route

Wir waren ganz schön beschäftigt. Der erste Ladepark, den wir ansteuerten entpuppte sich als Flop – Säulen nicht funktionsfähig. Bei der Alternative hatten wir Glück und konnten rechtzeitig vor anderen Teilnehmern laden. So entfiel das Laden bei Euronics, wo wir zu viele Fahrzeuge befürchteten.
Insgesamt hatten wir 3 Ladepunkte. Am letzten entschieden wir uns leider, trotz Strafpunkten die Burg auszulassen (es erschien uns zu knapp mit +- 5 Min) und volle Pulle das Ziel in München anzusteuern.
Im Nachherein ein Fehler, da die 17:00 Endzeit für das Ziel auf dem Handzettel wohl von der Wertung nicht so genau genommen wurde und lediglich das Erreichen der Burg zählte (Beweis „geprägte Münze“ aus dem Burghof).
Verständlicheweise machten wir während der Fahrt keine Fotos.

Der Zieleinlauf dann ein emotionaler Moment.

Dann hieß es relaxen auf dem Gelände in Unterschleißheim bei den bereits eingetroffenen Fahrern und sehr zahlreichen Gästen/Interessenten.
Super Stimmung !

An dieser Stelle ein riesiges Kompliment an die Orga und die Technik.
Mit großem Aufwand und sehr professionell wurde die ganze Vergleichsfahrt aus dem temporären Studio in Unterschleißheim übertragen und sogar dafür gesorgt, dass Live-Schaltungen während der Fahrt in die Fahrzeuge erfolgen konnten.

Auch wir hatten einmal Kontakt zum Studio kurz hinter Euronics in Monschau.


Das letzte Bild zeigt die Abmoderation im Studio.

Auch jetzt noch kann man die 10 stündige Übertragung über YouTube anschauen. Wahnsinnsleistung auch von den Moderatoren !

Wir waren wohl noch sehr geflasht, als wir bei der Siegerehrung zum Sieger in Gruppe 1 ausgerufen wurden.
Hätten wir den Wertungsfehler erkennen können?
Aber Ove sprach von sehr schlauer Navigation und das dachten wir auch, als wir trotz Strafpunkten die Burg ausließen. Auch konnten wir uns nicht vorstellen, dass es keine Plausi gab, hatten wir doch deutlich bei der Ankunft kommuniziert, die Burg ausgelassen zu haben. Auch gab es noch keine Punktetabelle. Und wir waren unerfahrene Newcomer. Shit happens.

Einen tollen Moment gab es, als der Opel-Manta gegen 24:00 im Ziel einlief und den Schlusslicht-Preis erhielt. Anschließend luden wir unsere netten Tischnachbarn auch zu einem Schluck in der Hotelbar ein. Jetzt nenne ich es nicht mehr Siegfeier – war trotzdem nett : Sacken lassen.

Am Sonntag gings heimwärts. Fast 850 km – 3 Ladestopps je 30 Min – kein Problem.
Wir gönnten uns dabei auf Einladung von Andreas H. einen Umweg über den Ammersee und machten auch einen Abstecher zur Burg in Harburg, die wir ja ausgelassen hatten.

Mittags waren die Wertungspunkte (nur Summe) für die ersten in den Gruppen im Internet zu sehen. Die Zweifel begannen zu nagen, ob das mit unserer Platzierung wohl alles richtig sei – aber hinter uns ein Fahrzeug, das auf jeden Fall auch nicht bei der Burg war. Hatte die Wertung sich denn bei uns beiden versehen ?

Am Montag Morgen gabs Kontakt mit dem Marshall der Veranstaltung. Bald dann endlich eine detaillierte Punktetabelle, in der wir nun richtig einsortiert sind. Siehe Ergebnisliste oben in diesem Beitrag.

Alles gut !!!

Das war für uns Newcomer eine tolle Veranstaltung.
Wir hoffen natürlich, die Scharte im nächsten Jahr auswetzen zu dürfen.

Ein großes Lob geht an das gesamte Team des E-Cannonball mit seinen vielen Helfern und nicht zuletzt auch an die Sponsoren, die eine solche Veranstaltung ermöglichen.
Beeindruckt hat uns auch die lockere Atmosphäre zwischen den Teilnehmern. So macht eine Veranstaltung Spaß.

Hier noch das offizielle Fazit des E-Cannonball 2021.

Nach dem E-Cannonball ist vor dem E-Cannonball.

P.S.
Dies ist ein persönlicher Bericht des Teams 53 Nordlichter.
Er erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Autor: Sailing-Rainer

Langzeittörns in Nord- und Ostsee mit Sy Swantje (EMKA 29 HT) Gern auch einhand

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