3. + 4. Tag: Unbeirrt südwärts

Wir haben Glück mit dem Wetter.

Bereits am 3. Tag -nach Verproviantierung auf Helgoland konnten wir die Kleinfahrzeugrinne vor der Maas-Mündung  (Mars Goil) mit ihrem regen Schiffsverkehr Richtung Rotterdam queren (260 sm im Sack).

Gestern morgen gegen 08:30 kam nach durchmotorter Nacht zunächst die Genua raus. Um 13:30 haben wir uns das Groß vorgenommen und die Ursache für die Schwergängigkeit ermittelt. Alle Rutscher wurden mit Gleitspray behandelt und vertüddelte Refflinen klariert. Nun läuft es besser. Mt 2 Reff im Groß und der Genua haben wir jetzt eine gut ausballancierte Yacht, so das wir auch nachts damit gut aufgestellt sind.

Die Nächte sind eisig kalt, auch mehrere Lagen Kleidung helfen nicht vollständig. Aber es hift nichts: Einer muss ja nach unserem 3h-Wachplan in den „Hochsitz“ um von hier aus den regen Schiffsverkehr unter Beobachtng zu halten.

Gestern um 15:30 hatten wir netten Besuch an Bord: Die niederländische Coastguard. 5 h vorher hatte uns ein Hubschrauber umkreist, uns angeblich über UKW angesprochen, sich aber weiter nicht auffällig verhalten. Unser Zwischenstopp auf Helgolaand machte uns wohl allein schon auffällig. Fünf Herren kammen vom Mutterschiff mit einem Schlauchboot angebraust, 2 stiegen an Deck, waren aber ausgesprochen freundlich. Wie sollte es auch anders sein: Nach kurzer Überprüfung waren wir dank der von Hannes akribisch mitgeführten Dokumente entlastet und durften mit guten Wünschen weiterfahren.

Um 20:30 passierten wir Ijmuiden und nachts um 0:30 bereits die erwähnte Mars-Goil.
Die ganze Nacht segelten wir mit 2 Reff im Groß und Genua durch. Zeitweise kletterte das Spedometer auf 11 knots.

Eins hab ich noch vergessen: Gestern war Seemannssontag und den haben wir natürlich mit einem Hiev begangen. Und es gibt natürlich etwas gegen Scorbut.

Querab von Dünkirchen hab ich gerade Schweinswale gesichtet. Wir haben seit 12:00 die Maschine laufen, der Wind hat leider abgeflaut. Jetzt hat auch Seenebel eingesetzt.

Heute wollen wir noch gegen 20:00 Cap Grinez kurz hinter Calais erreichen. Und morgen nacht ist Cherbourg angepeilt. Dann haben wir ca. 560 sm abgespult.

Auf das uns Rasmus weiterhin wohlgesonnen ist. Nördiche Winde sind angekündigt.

Autor: Sailing-Rainer

Langzeittörns in Nord- und Ostsee mit Sy Swantje (EMKA 29 HT) Gern auch einhand

9 Kommentare zu „3. + 4. Tag: Unbeirrt südwärts“

  1. Die Doku zeigt ja eine erfolgreiche Reise, da
    drücke ich euch die Daumen für weitere gute Bedingungen.
    Lasst euch die vegetarische Kost schmecken. In Bremerhaven scheint die Sonne ohne Ende, nur nachts ist es um 0 Grad. Und weiterhin viele Etmale.
    LG Detlef

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  2. Hey Papa,
    aufgeräumte Dokumentation lässt wie wir wissen keine Fragen offen und sorgt für freies Geleit:-) In diesen Sinne Euch viel Glück und Erfolg auf der nächsten Teiletappe! Viele Grüße Thomas

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