Standby in Cherbourg

Nach unser rasanten Fahrt in gut 3 Tagen von Helgoland hierher nach Cherbourg haben wir jetzt den 4. Hafentag.

ANNA II liegt hier längseits sicher am Steg bei allen Windrichtungen in dem komfortablen mit allen Einrichtungen ausgestatteten Hafen.

Bis jetzt gab es noch kein Wetterfenster, das es uns erlaubt hätte, einen neuen Etappenhafen anzulaufen.

Camaret-sur-Mer nahe Brest ist 180 sm entfernt.

Und auch nach Roscof einer Ersatzmöglichkeit sind es immerhin 120 sm.

Erschwerend kommt hinzu, daß hier vor Cherbourg und nördlich der Kanalinseln ein starker Tidenstrom zu verzeichnen ist. Aktuell müssen wir hier bei HW um die Mittagszeit weg um den Strom auszunutzen und nicht jämmerlich im Gegenstrom zu verhungern.

Wir sind also bei unser Startzeit nicht frei, was Einschränkungen in Bezug auf das Wetterfenster bedeutet.

Mit Hilfe der App Seaman (Abo bei Wetterwelt GMbH) und der frei verfügbaren Internetseite PassageWeather prüfen wir morgens früh täglich die Wettersituation.

Die Situation für das Streckenwetter stellt sich heute morgen wie folgt dar.

Schon bei Abfahrt bekannte Windstärken von 6-7 Bft und Wellenhöhen von 3 m wollen wir aus Sicherheitsgründen dem Boot und uns nicht antun. Wir warten daher geduldig ab, bis wir bei passendem Wetterfenster zumindest Roscof erreichen können.

Bei grundsätzlicher Änderung der Wetterlage würden wir auch in einem Rutsch bis La Coruna fahren. Aber das ist wohl zur Zeit wohl nur ein Traum.

Aus dem Segeln-Forum habe ich den Tipp erhalten, das „La Cite‘ der la Mer“ zu besuchen. Das haben wir gestern getan.

Dieses Meeresmuseum liegt gleich gegenüber unserem Liegeplatz und ist in dem 1933 eröffneten Transatlantik Passagier Terminal (Art Deco) untergebracht. Zwei große Transatlantik Liner konnten damals dort gleichzeitig abgefertigt werden.

Seit 2002 hat der Bau durch das Meeresmuseum ein 2. Leben.

Die gestern hier liegende AIDA-Schiff kommt ohne Land-Einrichtungen aus.

Das Meeresmuseum beherbergt sogar 3 Ausstellungen.

Das 1991 außer Dienst gestellte Atom-U-Boot „Le Redoubtable“. Ein riesiges 128 m langes Monstrum, welches seit 2002 im Trockendock liegend zu besichtigen ist. Dieses Boot sorgte in seiner Dienstzeit von 1971 bis 1991 mit seinen 6 Atom-Raketen für ein „Gleichgewicht des Schreckens“. Mit Hilfe eines Audio-Gerätes gab es detaillierte Infos zu Einrichtung und Technik.

Das Meeresmuseum mit seinem gigantischen Seewasser-Aquarium, zahlreichen kleinen Becken und vielen, vielen Infos.

Die Ausstellung zur Titanic 269m lang, 28 m breit, 17 Decks – 1912 das größte Schiff der Welt. Bekanntermaßen kollidierte die Titanic auf ihrer Jungfernfahrt mit einem Eisberg und versank 2:40 h später.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/RMS_Titanic

Der Besuch der Ausstellungen hat sich voll gelohnt !

Autor: Sailing-Rainer

Langzeittörns in Nord- und Ostsee mit Sy Swantje (EMKA 29 HT) Gern auch einhand

3 Kommentare zu „Standby in Cherbourg“

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